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Nach dem massiven Einbruch im Vorjahr entwickelten sich im Geschäftsjahr 2010 die Hauptmärkte des Konzerns mehrheitlich positiv, wenn auch mit regionalen Unterschieden. Der Konzern stärkte seine Ertragskraft, obwohl der Umsatz das Vorjahresniveau nicht erreichte. Zudem belasteten hohe Währungsschwankungen die Kennzahlen des Konzerns in Schweizer Franken.
Im Berichtsjahr erzielte Bucher Industries einen Auftragseingang von
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Erholung der Nachfrage
Bereits zu Beginn des Berichtsjahrs begannen sich die Hauptmärkte von Bucher Industries in Nordamerika und in Asien rasch zu erholen, während die Nachfrage in Westeuropa erst in der zweiten Jahreshälfte anzog. In der südlichen Hemisphäre entwickelten sich die Märkte unterschiedlich, in Osteuropa blieben sie auf tiefem Niveau. Insgesamt zeigte sich das Umfeld für Agrarprodukte und hydraulische Komponenten freundlich. Die Glasbehälterindustrie erholte sich gegen Ende des Berichtsjahrs deutlich. Hingegen nahm der Druck auf den Kommunalbereich wegen der hohen Verschuldung der öffentlichen Hand in Europa und den USA mit den einhergehenden Budgetkürzungen nochmals zu. Die starken Währungsschwankungen mit der massiven Schwäche des Euros und des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken und der schwedischen Krone belasteten die Margen im Export und wirkten sich bei der Umrechnung in Schweizer Franken deutlich negativ aus.
Gestärkte Ertragskraft
In diesem Umfeld erzielte der Konzern 2010 einen Umsatz von
Solide Finanzlage
Der Konzern konnte dank systematischer Umsetzung der kostensenkenden und liquiditätswirksamen Massnahmenpläne die Finanzkrise gut meistern und verfügte am Ende des Berichtsjahrs über eine Nettoliquidität von
Langfristige industrielle Ausrichtung
Auch im Berichtsjahr setzte der Konzern seine langfristige industrielle Ausrichtung unverändert fort. Dabei steht die Stärkung der bestehenden Geschäfte durch organisches Wachstum im Vordergrund. Wie schon im krisengeplagten Vorjahr wurden Investitionen in Produktinnovation und modernste Produktionsmittel nicht gekürzt und die Divisionen nutzten mit der Einführung neuer Produkte ihre Chancen im Markt. Neben dem internen Wachstum stärkte der Konzern die Positionen in mehreren Märkten zusätzlich mit verschiedenen gezielten Akquisitionen. Kuhn Group trieb die Integration der in den Vorjahren zugekauften Geschäfte mit Pflanzenschutzspritzen und Ballenpressen weiter voran und schloss den Übergang des Vertriebs von Ballenpressen auf das Kuhn-Händlernetz erfolgreich ab. Weiter festigte die Division im laufenden Jahr ihre langjährige Zusammenarbeit mit der deutschen Rauch Landmaschinen GmbH auf dem Gebiet der Düngerstreuer und pneumatischen Sämaschinen durch eine Beteiligung von 24%. Weil diese Beteiligung mittels Kapitalerhöhung erfolgte, flossen diesem Unternehmen erhebliche Mittel zu, die für dessen Weiterentwicklung verwendet werden. Eine weitere Investition betraf die neue Produktionshalle von Bucher Hydraulics in Neuheim, Schweiz, mit rund 4 000 m2 zusätzlicher Produktionsfläche. Nach rund einem Jahr Bauzeit wurde im Juni des Berichtsjahrs die Produktion in der neuen Halle aufgenommen. Mit der Übernahme von Tätigkeiten der auf Fruchtsaftaufbereitung spezialisierten Unipektin Engineering AG in der Schweiz wurden die Aktivitäten mit Anlagen zur Fruchtsaftproduktion auf dem Gebiet der Saftaufbereitung ergänzt. Beide Geschäfte werden unter dem neuen Namen Bucher Unipektin weitergeführt. Das Schweizer Handelsgeschäft mit Traktoren und Landmaschinen richtete sich neu aus und übernahm per 1. September 2010 das gesamte Kuhn-Produktesortiment. Zu Beginn des laufenden Jahrs gab das Geschäft mit Weinproduktionsanlagen, Bucher Vaslin, den Zukauf von Sutter-Weinpressen mit dem dazugehörenden, weltweiten Ersatzteil- und Servicegeschäft bekannt.
Kuhn Group
profitierte von der weltweit anziehenden Nachfrage nach modernen Landmaschinen. Der Auftragseingang stieg um 32.7%, währungsbereinigt um 41.9%, auf
Bucher Municipal
spürte die hohe Staatsverschuldung in den Hauptabsatzländern mit den einhergehenden Sparprogrammen der Kommunen. In Europa ging der Markt für Kommunalfahrzeuge nochmals um 8% zurück, nachdem er im Vorjahr bereits um mehr als 20% geschrumpft war. Positiv war die gute Nachfrage nach Ausrüstungen für den Winterdienst aufgrund des langen und harten Winters. Die Division behauptete sich in diesem von steigendem Wettbewerbsdruck gekennzeichneten Umfeld und erzielte einen Umsatz von
Bucher Hydraulics
wusste im Berichtsjahr dank der hohen Flexibilität den unerwartet starken Aufschwung in den Hauptabsatzgebieten Europa, USA, Indien und China zu nutzen. Die hohe Dynamik der Märkte im ersten Halbjahr schwächte sich im zweiten Halbjahr auf ein nachhaltiges Mass ab. Die Division steigerte den Auftragseingang um 39.8%, währungsbereinigt um 46.6%, auf
Emhart Glass
war im Berichtsjahr noch stark vom Abschwung betroffen. Das Investitionsniveau im spätzyklischen, kapitalintensiven Geschäft mit Maschinen zur Herstellung und Prüfung von Glasbehältern erreichte 2010 ein Zehnjahrestief. Erst in der zweiten Jahreshälfte belebte sich die Projekttätigkeit von Emhart Glass wieder. In diesem schwierigen Marktumfeld erzielte die Division einen Umsatz von
Bucher Specials
Die drei Einzelgeschäfte von Bucher Specials entwickelten sich im Berichtsjahr unterschiedlich. Der gute Geschäftsgang bei den Weinproduktionsanlagen war stark von Produktinnovationen und vom europäischen Subventionsprogramm geprägt. Der Geschäftsgang beim Schweizer Handelsgeschäft für Traktoren und Landmaschinen blieb stabil. Die gute Entwicklung dieser beiden Einzelgeschäfte konnte den starken Rückgang bei Anlagen zur Fruchtsaftproduktion fast kompensieren. In diesem Markt war das Umfeld von tiefen Preisen für Fruchtsaftkonzentrat und von Überinvestitionen der Vorjahre geprägt. Der Umsatz von Bucher Specials ging deshalb um 0.4% auf
Dividende
Basierend auf dem Konzernergebnis des Berichtsjahrs und den verbesserten Aussichten für 2011 sowie der angestrebten kontinuierlichen Dividendenpolitik beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 14. April 2011 eine Dividende von CHF 3.00 pro Namenaktie. Die Vorjahresdividende betrug
Verwaltungsrat und Konzernleitung
Zur Generalversammlung 2011 tritt Thomas W. Hauser als Mitglied und Vizepräsident des Verwaltungsrats infolge Erreichens der reglementarischen Alterslimite zurück. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung, Michael Hauser als neues Mitglied für eine Amtsdauer von drei Jahren in den Verwaltungsrat zu wählen. Zudem läuft die Amtszeit des Verwaltungsrats Ernst Bärtschi ab. Der Verwaltungsrat beantragt dessen Wiederwahl für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren. Der Verwaltungsrat dankt Thomas W. Hauser für die langjährige und engagierte Arbeit für Bucher Industries.
Dank an unsere Mitarbeitenden und Partner
Die im vergangenen Geschäftsjahr gesteigerte Ertragskraft des Konzerns wäre ohne den grossen Einsatz, das Engagement sowie den starken Willen zum Erfolg von allen Mitarbeitenden nicht möglich gewesen. Wir wissen, dass gerade in schwierigen Zeiten dies nicht selbstverständlich ist. Auch unsere Kunden, Geschäftspartner und Aktionäre unterstützten uns mit ihrer professionellen und kompetenten Tatkraft. Die gute Zusammenarbeit und Zuverlässigkeit aller Anspruchsgruppen bilden die Basis für eine weitere, erfolgreiche Zukunft unseres Unternehmens. Wir danken Ihnen allen ausdrücklich.
Ausblick 2011
Bucher Industries erwartet, dass sich im laufenden Jahr die positive Geschäftsentwicklung bei Kuhn Group und Bucher Hydraulics fortsetzt und Emhart Glass von einer stärkeren Nachfrage profitieren kann. Für Bucher Municipal rechnet der Konzern mit einem weiteren Rückgang des Markts aufgrund der schlechten Finanzsituation im öffentlichen Sektor. Bucher Specials dürfte von der anhaltend guten Verfassung des Markts für Weinproduktionsanlagen und der sich erholenden Nachfrage beim Fruchtsaftgeschäft profitieren. Während die Wachstumsaussichten in Lokalwährungen gut sind, bestehen grosse Unsicherheiten bei den Wechselkursen. Währungseffekte könnten deshalb das Wachstum und die Verbesserung des Ergebnisses beeinflussen. Insgesamt erwartet der Konzern bei stabilen Wechselkursen eine Fortsetzung des Wachstums von Umsatz und Ergebnis.
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Niederweningen, 16. März 2011
Rolf Broglie Präsident des Verwaltungsrats Philip Mosimann Chief Executive Officer |
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